Geotagging

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Geotagging, das klingt erst mal wild und sehr technisch, ist aber für die meisten, auch für nicht-Fotografen, sehr interessant. Gerade dann, wenn es um eine Reise geht, lohnt es sich, das Thema Geotagging mal genauer zu betrachten.

Geotagging, was ist das überhaupt? Naja, beim Geotagging werden die Fotos mit GPS-Daten verknüpft, sodass man sich hinterher ansehen kann, wo sie aufgenommen wurden. Die meisten Menschen betreiben bereits Geotagging mit ihren Fotos, wenn auch ganz unbewusst, denn so gut wie jedes Smartphone speichert die Positionsdaten mit ab. Die meisten Kameras können das allerdings noch nicht, weshalb ich mir für meinen Urlaub eine andere Möglichkeit suchen musste.

Ich hatte folgende Möglichkeiten zu Auswahl:

  1. Ein kleines Gerät namens Nikon GP-1, welches auf den Blitzschuh der Kamera gesteckt wird und die Position direkt in die Fotos speichert
  2. Eine App auf dem Handy, die die GPS Route aufzeichnet. Hinterher kann man die Fotos anhand der Uhrzeit der Route zuordnen
  3. Einen sogenannten GPS-Logger, der ebenfalls die Route aufzeichnet.

Bildquelle: https://play.google.com/store/apps/details?id=com.google.android.maps.mytracks&hl=deDie günstigste Variante wäre da wahrscheinlich die App auf dem Smarphone. Wer kleinere Touren macht, oder das Geotagging mal ausprobieren möchte, dem ist hiermit gut geholfen. Für Android gibt es zum Beispiel die kostenlose App „My Tracks“. Die Qualität der aufgezeichneten Route ist aber stark von der GPS-Antenne in eurem Smartphone abhängig. Für längere Touren kommt diese Methode allerdings nicht in Frage. Wer mal die Navigation seines Smartphones genutzt hat, der weiß, dass der Akku sehr schnell leer sein kann. Nach längstens vier bis fünf Stunden ist Schluss.

Bildquelle: www.nikon.deDie einfachste Methode ist das GP-1 von Nikon (andere Hersteller bieten ähnliche Geräte an). Es wird auf den Blitzschuh der Kamera geschoben und schaltet sich an, sobald die Kamera angeschaltet wird. Wenn man ein Foto schießt, übergibt das Gerät die aktuelle Position an die Kamera weiter. Vorteil: Man ist fertig. Es muss am Computer keine Route mit den Fotos verknüpft werden. Der Nachteil: Stromquelle ist der Kameraakku, hier sollte also für Ersatz gesorgt werden. Zudem speichert das Gerät nur dort einen Positionspunkt, wo ein Foto gemacht wurde. Es gibt also keine zusammenhängende Route. Mit über 200 Euro ist dies zudem die teuerste Variante.

Bildquelle: www.holux.deIch habe mich am Ende für einen GPS-Logger entschieden. Und zwar den m-241 von Holux. Dieses kleine Gerät kostet ca. 70 Euro und speichert mit einer ganz normalen AA-Batterie ca. 12 Stunden (ich habe auch schon 15 Stunden geschafft) Route auf. Vorteil: Es wird eine komplette Route aufgezeichnet. Später am Computer kann ich dann die Fotos mit der Route verknüpfen. Das dauert auch nicht lange.

Das Karten-Modul von Lightroom

Der Logger wird ausgelesen und aus den Daten wird eine GPX-Datei erzeugt. Diese übergebe ich an Lightroom. Hier brauche ich bloß noch „Ausgewählte Fotos automatisch taggen“ klicken und fertig. Aber Lightroom wird nicht unbedingt benötigt, Das mitgelieferte Programm kann *.jpg-Dateien auch direkt mit GPS-Koordinaten versehen. Die eingebaute GPS-Antenne ist übrigens den meisten Navigationssystemen und auch Handys weit überlegen.

Das Programm GPS-Track-Analyse.NET hilft bei der Analyse

Und was nützt das jetzt? Besonders cool finde ich, dass ich die Route meines Roadtrips von Las Vegas nach L.A. durch die Mojave-Wüste genau nachvollziehen kann. Ich kann sehen, wo ich lang gefahren bin. Ich kann auch sehen wie weit die Strecke war, wie lange ich gebraucht habe. Wo ich angehalten habe, um ein Foto zu machen.

Auch die Foto-App des iPads hat ein Kartenmodul

Ein Ausdruck dieser Karte in einem Fotoalbum kommt bestimmt ebenfalls gut, wenn man sich die Fotos in 20 Jahren noch mal ansieht. Auch mein iPad kann mir anzeigen, wo welche Fotos gemacht wurden. Cool oder? Ich kann es nur jedem empfehlen mal ein wenig mit der App zu spielen. Wichtig ist, dass die Zeit in der Kamera synchron mit eurem Handy (bzw. GPS-Logger) ist.

Ich denke dieses Thema ist nicht nur für Fotografen interessant. :)

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