Speed Of Light (Oberhausen – Landschaftspark)

Speed Of Light – das ist der Name eines „Kunstprojektes“, bei dem gestern Abend 120 mit LED-Anzügen bekleidete Läufer eine Strecke von neun Kilometern zurückgelegt haben. Als die Läufer gegen 21:20 Uhr im Landschaftspark eintrafen sollte dann noch eine Choreografie aufgeführt werden. Und weil das Ganze im Dunkeln gut aussehen kann wurde gleich noch ein Fotowettbewerb ausgerufen – da wollte ich nicht fehlen – zunächst…

Einlaufen der 120 Läufer | Speed Of Light (Oberhausen – Landschaftspark)

Leider war die ganze „Veranstaltung“ ziemlich enttäuschend. Die Enttäuschung begann schon mit dem Sicherheitspersonal, welches absolut keine Ahnung hatte, wo man stehen darf und wo nicht. Immer wieder bekam ich widersprüchliche Aussagen und wurde vertrieben. Das Ganze endete damit, dass die Fotografen allesamt in einer Reihe stehen mussten. Der Gedanke eines Fotowettbewerbes blieb dabei leider völlig auf der Strecke. Kein Platz für Individualität oder Kreativität. Alle erhöhten oder gut gelegenen Plätze waren für die Presse reserviert. Da fragt man sich, was das Ganze eigentlich soll. Und die Antwort ist meiner Meinung nach einfach: Werbung! Das Medium sind die Hobby- und Amateurfotografen.

Generell kam gestern das Gefühl auf, dass es sich um nichts weiter als um eine große Werbeaktion handelte. Es gab weder  einen Getränkewagen, noch einen Imbiss. Auch die Lautsprecher blieben stumm – pure Langeweile war angesagt.

Choreografie | Speed Of Light (Oberhausen – Landschaftspark)

Und offensichtlich habe nicht nur ich diesen Eindruck gehabt. Die Leute rings um mich herum waren ebenfalls sehr enttäuscht. Der Funke schien nicht wirklich auf das Publikum überzuspringen. Die „Choreografie“ lies auch sehr zu wünschen übrig. Nach siebenminütigem, langweiligem und einschläferndem Einlaufen leuchteten die 120 Läufer noch fünf Minuten lang die Bäume an – das war’s dann auch schon gewesen. Nicht mehr als ein zwölfminütiger Werbespot. Danach war die „Show“ auch schon wieder vorbei. Die Lautsprecher verstummten wieder und alles ging nach Hause.

Irgendwie wirkte alles als eine als Kunst getarnte Werbeaktion. Und das Medium sind die armen Fotografen, die teilweise mehr als zwei Stunden an ihrem Platz ausgeharrt haben, um die Läufer zu fotografieren. Ich werde mir noch mal stark überlegen, ob ich meine Fotos wirklich einsende – mir ist ohnehin nicht klar, nach welchen Kriterien die Fotos bewertet werden.

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