Surfin‘ USA

Flagge

Surfin‘ USA

Einige von euch haben es vielleicht auf Facebook mitverfolgt. Ich war in den USA und dabei sind natürlich einige Fotos entstanden, die ich hier gerne präsentieren möchte. Außerdem möchte ich in diesem Reisebericht einige Erfahrungen und Tipps unterbringen. Vielleicht hilft es dem ein oder anderen, der im Urlaub – und speziell in den USA – fotografieren möchte. Ich versuche das Ganze nicht zu technisch zu gestalten, sodass es auch für die Nicht-Fotografen unter euch nicht langweilig wird. Die Fotos vergrößern sich übrigens mit einem Klick. Also viel Spaß beim Lesen und los geht’s:

Reiseplanung

Reiseplanung

Gebucht haben wir bereits im November. Zunächst stellt sich die Frage wohin genau die Reise geht. Naja, New York wollte ich immer schon mal sehen, also steht Stadt Nummer eins schnell fest. Und wie lange? Drei Tage! Ja das ist viel zu kurz für so eine riesen große Stadt, aber wenn wir  für zwei Wochen die lange Reise antreten, dann möchten wir mehr als eine Stadt sehen. Stadt Nummer zwei steht auch relativ schnell fest. Wir wollen auf jeden Fall in‘s Warme. Zur Auswahl stehen für uns Los Angeles und Florida. Da Melinda aber bereits eine Reise nach Florida geplant hat, entschieden wir uns für L.A.

Okay am Anfang New York City und am Ende ein paar Tage in Los Angeles zum Ausspannen. Da fehlt noch was. Den Grand Canyon würde ich ja auch gerne besuchen. Eine interessante Stadt in der Nähe ist auch schnell gefunden: Las Vegas.

Las Vegas und L.A. liegen nun nicht wirklich weit auseinander, und so überlegen wir uns diese Strecke mit dem Leihwagen zu bewältigen. Und was liegt da so auf dem Weg? Viel Wüste und Nationalparks. Unter anderem der Joshua Tree Nationalpark. Eine kurze Recherche ergibt, dass die Besucherzufahrten des Grand Canyon im März meist noch geschlossen sind. Gut, dann sehe ich den großen Graben halt nicht, aber ich denke Las Vegas und Joshua Tree sind gute Alternativen.

Die Flüge sind also schnell zusammengestellt:
Düsseldorf –> New York City
New York City –> Las Vegas
Los Angeles –> Düsseldorf

Den Leihwagen buche ich auf der Seite des ADAC von Deutschland aus. Einen Kleinwagen für ca. 40€ pro Tag. Das wird wohl reichen, da wir ja nur zu zweit sind.

Was nehme ich mit?

Das ist eine gute Frage. Meine D800 und die D7000 müssen auf jeden Fall mit. Objektive? Ich nehme ein paar Festbrennweiten und das 18-105 für die D7000 mit. Ganz schön viel zu schleppen aber ich kann ja im Hotel lassen, was ich nicht brauche und Delta erlaubt zudem 18 kg Handgepäck, das passt also. Und was ist mit dem Stativ? Es sieht wohl so aus, als sei mein Sirui-Stativ einfach zu groß und zu schwer. Eine Alternative ist schnell gefunden: Gorillapod Focus. Klein, stabil und überall zu befestigen. Zum Sichern der Daten muss natürlich der Laptop mit. Dazu dann zwei identische externe Festplatten von Western Digital. Ich möchte mich auf keinen Fall nur auf eine Festplatte verlassen.

Wenn man so überlegt, was  man noch alles brauchen könnte, stößt man natürlich auch schnell auf das Thema Geotagging. Wäre es nicht toll, wenn man nach dem Urlaub nachsehen kann, wo genau die Fotos entstanden sind? Auch dafür findet sich schnell eine Lösung: Holux M-241 (Warum ich nicht zum Nikon GP-1 gegriffen habe erkläre ich mal in einem zukünftigen Blogpost).

Beim Packen des Koffers stelle ich dann fest, dass ich noch jede Menge Platz habe und noch weit von den 23 kg entfernt bin. Also nehme ich doch das Sirui Stativ mit, kann ja nicht schaden.

Am Flughafen

Der Flug

Wer mit so vielen teuren Dingen reist sollte seine Geräte vorher beim Zoll anmelden, um bei der Wiedereinreise keine Probleme zu bekommen. Dazu braucht man sämtliche Rechnungen. Am Flughafen wird dann von einem Zollbeamten eine sogenannte Nämlichkeitsbescheinigung ausgestellt. Das Formular gibt es auch online, also nehme ich es gleich ausgefüllt mit.

Der Eine oder Andere fragt sich vielleicht: Sind meine Daten auf meinen Datenträgern (SD-Karten, Festplatten) eigentlich sicher, wenn sie durchleuchtet werden? Antwort: Ja, da passiert absolut nix. Es wird im Internet aber dazu geraten die Kamera beim Durchleuchten auszuschalten. Warum das so ist, kann ich nicht sagen. Ich habe in diversen Foren ziemlich schwammige Aussagen dazu gefunden (die sich soweit ich mich erinnere aber mehr auf den Sensor bezogen), leider alle ohne richtigen technischen Background. Aus Erfahrung kann ich aber sagen, dass ich auch das Ausschalten ein paar Mal vergessen habe. Meine Sachen funktionieren aber noch alle. Falsch machen kann man jedenfalls nichts, wenn man seine Geräte ausschaltet.

New York City

Yellow Cabs

Es ist 13:30 Ortszeit als die Räder der Maschine auf dem Rollfeld des JFK Airport aufsetzen. Nur noch schnell durch die Sicherheitskontrolle und ich sehe die große Stadt. Mit einem Shuttlebus fahren wir zum Hotel. Schon auf dem Weg komme ich aus dem Staunen kaum raus. Wow, was für eine riesen große Stadt!

Also schnell eingecheckt, die Koffer abgestellt und los geht’s. Mittlerweile ist es schon recht spät. Die Kontrollen am Flughafen und der Transfer zum Hotel haben recht lange gedauert. Ich nehme also nur meine D800 mit einem 50mm Objektiv mit. Eine Runde über den Times Square, welcher sich ganze drei Minuten von unserem Hotel entfernt befindet und dann ist der Tag auch schon wieder vorbei.

Jekyll and Hyde

Für den nächsten Tag stehen mehrere Dinge auf dem Programm. Nach einem leckeren Bagel von Panera Bread zum Frühstück zieht es uns Richtung Downtown, genauer gesagt zum Ground Zero und dem neuen, sich noch im Bau befindlichen, World Trade Center. Auf dem Weg entdecke ich ein Restaurant namens „Jakyll and Hyde“ mit der Aufschrift „Restaurant and Social Club for Explorers and Mad Scientist“. Das war mir doch gleich ein Foto wert.

Weiter geht’s. Zunächst müssen wir in einem kleinen Geschäft unsere Eintrittskarten abholen. Diese sind umsonst aber es wird um eine freiwillige Spende gebeten. Mit unserem „Visitors Pass“ geht es dann durch die Sicherheitskontrolle, welche sich ungefähr genauso abspielt wie am Flughafen. Alles wird durchleuchtet und gescannt. Finde ich gut. Generell ist das Sicherheitsgefühl in der Stadt sehr hoch.

Am Wasser

Dann sehen wir das Denkmal. Was für ein Ort. Die zwei Gräben sind genau auf den Umrissen des alten World Trade Centers gebaut. In der Mitte fällt Wasser in die Tiefe, am Rand stehen die Namen der Opfer. Das sollte man auf jeden Fall mal gesehen haben.

Freiheitsstatue

Nach dem Besuh des Ground Zero laufen wir am Wasser entlang, bis wir zu den Bootsanlegestellen gelangen. Hier werden wir auch gleich angesprochen, ob wir nicht eine Bootstour machen wollen. Klar wollen wir, denn auf unserem Plan steht für heute unter anderem die Freiheitsstatue. Leider ist die Insel, auf welcher sich die Statue befindet, noch wegen dem Sturm „Sandy“ geschlossen. Aber das Boot fährt recht nah heran, sodass man ein Foto schießen kann. 

Dann fahren wir an der Skyline vorbei, diese möchte ich später im Dunkeln noch von Staten Island aus fotografieren. Die Zeit bis zum Abend nutzen wir um über den Broadway bis zum Hotel zu laufen und dort unnötigen Ballast abzulegen.

New York City Skyline

Menschenleere U-Bahn

Mit der Subway geht es nun zum Dock der Staten Island Fähre, in dessen Nähe sich auch eine Subway-Haltestelle befindet. Diese Haltestelle ist aber ebenfalls wegen dem Sturm geschlossen. Da die U-Bahn Ansagen tatsächlich so unverständlich sind, wie man es aus „How I Met Your Mother“ kennt, verpassen wir doch tatsächlich auszusteigen und müssen uns ansehen, wo die Bahn wendet.

Die Fähre ist übrigens umsonst. Aber man sollte sich zuvor über die letzte Fahrmöglichkeit erkundigen, gerade, wenn man vor hat im Dunkeln noch lange zu fotografieren. Leider ist es an diesem Abend auf Staten Island sehr windig und kalt, sodass wir nach drei Fotos wieder einpacken und uns dazu entschließen die Skyline an einem anderen Abend von Staten Island zu bewundern. Dennoch gelingt es mir von der Fähre aus ein Bild von der Skyline zu schießen.

New York City Skyline bei Nacht

Wieder zurück in Manhattan stellen wir fest, dass man nachts nur mit einer Metrocard in die Subway-Station kommt. Das bedeutet also Laufen. Das ist aber gar nicht schlimm, denn auch nachts gibt es hier viel zu sehen. Es ist nun mal die Stadt, die niemals schläft. Dann finden wir aber doch noch eine offene Subway-Station, das ist auch gut so, denn für den nächsten Tag sind so einige Dinge geplant.

Schatten des Empire State Buildings

Der dritte Tag in New York. Heute Morgen geht es zum Empire State Building. Dort erwartet uns wieder das volle Programm beim Security-Check. Wieder wird alles gescannt und durchleuchtet. Deshalb habe ich auch keine Chance mein Gorillapod mit hoch zu nehmen. Auch wenn in vielen Fotografie-Foren beschrieben wird, dass kleine Stative und das Gorillapod geduldet werden, meines wurde jedenfalls konfisziert. Da hilft auch keine Diskussion, das haben die Sicherheitsleute nämlich gar nicht gerne. Da es aber noch hell ist kann ich damit leben. Ich bekomme eine Nummer und kann mit dieser mein Stativ nach dem Besuch wieder abholen.

Aussicht vom Empire State Building

Dann geht es mit dem Fahrstuhl rauf bis zur Besucherplattform. Wow, was für eine Sicht auf die Stadt. Auch hier sollte man auf jeden Fall mal gewesen sein. Von hier oben bekommt man auch einen guten Überblick über die Stadt. Und wenn man sich so umsieht, findet man auch sehr schnell einen anderen engagierten Fotografen, den man fragen kann, ob er ein Foto von einem macht. Genau das haben wir in der Tat sehr oft gemacht. An den Touristen Hotspots tummeln sich auch immer Leute die sehr gut fotografieren können, und so haben wir jede Menge gute Fotos auf denen wir beide zu sehen sind. 

Aus fotografischer Sicht ist das Empire State Building meiner Meinung nach aber nur tagsüber interessant. Ein nächtliches Skyline Foto ohne eines der größten Wahrzeichen der Stadt? Und dann noch ohne Stativ? Nein, dafür muss es einen besseren Ort geben. Und dieser Ort ist das Rockefeller Center, beziehungsweise das Dach, das „Top oft he Rock“. Der Besuch des Top of the Rock ist für diesen Abend geplant. Allerdings möchte ich schon recht früh auf dem Dach sein, denn erstens möchte ich mir einen guten Platz sichern und zweitens möchte ich auch den Sonnenuntergang miterleben bzw. auch bei Tag noch ein Skyline-Foto machen.

Mit der D800 und dem Gorillapod auf dem Dach des Rockefeller CentersNach einem kurzen Snack ein einem dieser Hot Dog Ständchen auf der Straße geht es also hoch auf’s Dach des Rockefeller Center. Wieder Security-Check und Durchleuchtung, aber dieses Mal darf ich mein Stativ behalten.

Als wir oben aus dem Fahrstuhl aussteigen, tut sich eine Sicht auf das Empire State Building auf, wie man sich sie nicht besser wünschen könnte. Ich stelle also mein Gorillapod auf, schließe den Fernauslöser an und warte auf den Sonnenuntergang. Immer mal wieder schieße ich ein Panorama. Das Wetter spielt zum Glück gut mit. Der Himmel ist nur leicht bewölkt und es ist kaum diesig, sodass man sehr weit sehen kann. Trotzdem ist es recht kühl da oben (es ist März). Wer das Top of the Rock besuchen möchte sollte also besser eine Jacke mitnehmen.

Empire State Building vom Top of the Rock aus fotografiert

 Langsam geht die Sonne unter und die vielen Lichter der Stadt werden immer deutlicher sichtbar. Ich schieße nun ein Foto nach dem anderen, denn so gut wie jede Minute ändert sich die Lichtstimmung sehr deutlich. Hier oben könnte man die ganze Nacht verbringen. Aber wir wollen ja noch mal nach Staten Island und meine Speicherkarten sind fast komplett voll.

New York City Skyline bei Nacht

Also geht es nun kurz zum Hotel, Fotos sichern und wieder los zur Staten Island Ferry. Dieses Mal aber mit Metrokarte, denn morgen früh geht schon um 6:00 AM unser Flug nach Las Vegas und wir wollen nicht wieder die halbe Nacht laufen. An diesem Abend ist es wesentlich wärmer und nicht ganz so windig, sodass mir also doch noch ein, zwei schöne Fotos gelingen. 

New York City Skyline bei Nacht

Nun geht’s zurück in’s Hotel, wir müssen ja auch noch packen und es ist schon fast Mitternacht.

Las Vegas

Hard Rock Hotel and Casino

Nach vier Stunden Flug befinden wir uns im Langeanflug auf Las Vegas. Das sieht schon von oben beeindruckend aus. Weit und breit nur Wüste und mitten drin diese riesen Stadt mit unendlich vielen Palmen. Kaum aus dem Flugzeug gestiegen sieht man auch schon die ersten Spieltautomaten, direkt am Gate. Es ist 10:30AM Ortszeit und es sind ca. 23 Grad Celsius, ich bekomme das Grinsen kaum noch aus dem Gesicht – ich bin tatsächlich in Las Vegas. LAS VEGAS und zwar das richtige, das in Nevada!

New York Hotel in Las Vegas

Also schnell die Koffer geholt und ab zum Hard Rock Hotel und Casino mit angeschlossenem Hard Rock Cafe. Ja, hier fühle ich mich wohl, vor allem auch, weil ich total gerne Hard Rock höre und hier den ganzen Tag über alles von AC/DC bis ZZ-Top zu hören ist. Ich grinse nun also noch breiter. Nichts wie los, auf zum „Strip“. Und was sehe ich dort am Strip? Die Freiheitsstatue und das Empire State Building. Was für ein komisches Gefühl. Gestern stand ich noch oben drauf und jetzt stehe ich in Las Vegas vor dem Nachbau, welcher zum Hotel „New York“ gehört. Dieses ist nur eines der großen Hotels hier auf dem Strip.

Alan aus Hangover

Sehr beeindruckend ist auch das Hotel „Paris“ mit Eifelturmnachbau und natürlich die Klassiker wie das „Bellagio“, das „Caesars Palace“, das „Mirage“ und meinem Favoriten: das Luxor, eine riesige Pyramide mit sehr hellem Lichtstrahl aus der Spitze in den Himmel schießend.

Ich bestaune also grade die ganzen Lichter, da läuft mir doch glatt Alan aus dem Film „Hangover“ entgegen. Und das sogar mit Baby. Also nicht lange fackeln und nach einem Foto fragen, gegen „Tips“ natürlich. Der Kerl ist der Knaller, er redet sogar wie der Charakter aus dem Kultfilm! Ich würde ja nun noch breiter grinsen, aber das geht schon seit der Ankunft im Hotel nicht mehr.

Welcome to fabulous Las Vegas Nevada

Am nächsten Tag machen wir uns auf die Suche nach dem Berühmten Las Vegas Sign. Auch hier findet sich schnell eine nette Dame, die sich dazu bereit erklärt ein Foto von uns zu schießen.

Nun da es wieder dunkel wird machen wir uns auf den Weg zum Bellagio, welches besonders aus den Ocean’s Filmen bekannt ist. Die Fontänen haben wir zwar gestern schon aus der Ferne gesehen, aber diese Berühmte Wassershow mit Musik möchte ich natürlich auch von nahem fotografieren. Wieder kommt mir mein Gorillapod sehr gelegen. Denn ich kann es auf einer Mauer platzieren. Die Wassershow findet übrigens jede halbe Stunde statt. Das Wasser wird dabei bis zu 140 Meter hoch geschossen.

Bellagio

Mirage

Die zweite Station für diesen Abend ist das Hotel Mirage. Vor diesem Hotel wurde ein großer Fels aufgebaut, der sich nachts alle 1,5 Stunden in einen Vulkan verwandelt und Feuer spuckt. Auch das möchten wir natürlich unbedingt mal sehen. Ansonsten heißt es für heute: Stadt bewundern, staunen und Aufenthalt genießen.

Stratosphere

Am nächsten Morgen zeigt sich das Wetter leider etwas unbeständig. Es ist zwar immer noch recht warm aber hin und wieder kommt ein Schauer vom Himmel. Wir beschließen also uns auf den Weg zur Fremont Street zu machen, da die Fahrt dorthin ohnehin etwas länger dauert. Die Fremont Street ist von einer 450 Meter langen Kuppel überdacht, welche aus LED Tafeln besteht.

Es handelt sich also um einen 450 Meter langen Fernseher. Am Tag unseres Besuches läuft darauf aber leider nur Werbung, weshalb ich auch kein schönes Foto knipsen kann bzw. möchte. Des Weiteren befinden sich auf der Fremont Street zwei Bühnen auf denen Gratiskonzerte stattfinden. Heute spielen zwar Bands aber leider ist Aufgrund des Wetters nicht besonders viel los.

Dann geht es zurück in’s Hotel, morgen wollen wir relativ früh den Leihwagen abholen. Auf dem Rückweg halten wir noch an einer weiteren Sehenswürdigkeit an: „The Strat“, ein hoher Turm mit Aussichtsplattform. Wieder Security Scan und wieder muss ich mein Gorillapod abgeben – Schade! Aber oben angekommen merke ich, dass dies mir eh nicht helfen würde, denn der Turm schwankt ziemlich stark. Ein gutes Foto von der Skyline ist also, zumindest heute, schwer zu verwirklichen.

Roadtrip

Leerer Highway

Die Koffer sind gepackt und wir haben aus dem Hotel ausgecheckt. Direkt in der Lobby befindet sich die Station unseres Autovermieters Hertz (ADAC Partner). Der gebuchte Kleinwagen ist leider nicht verfügbar und so bietet die nette Dame mir doch glatt ein schöneres Auto an. Ein Mitsubishi Eclipse 4G. Das sagt mir zwar nichts, aber es klingt gut. Als dann die Worte „It’s a convertible“ aus ihrem Munde erklingen, ist mein breites Grinsen wieder da. Ein Cabrio? Ist ja cool. Schnell mal bei Google nachgeschaut. Das Auto hat ca. 250 PS und zwischen 2,4 und 3,8 Liter Hubraum, je nach Modell. Na wenn das nicht mal Glück ist?

Mojave-WüsteAlso alle Sachen eingepackt und los geht’s zum Hoover Dam, den wollen wir uns einfach mal ansehen. Von hier aus fahren wir auf den Highway Richtung Süden. Auf dem Weg halten wir immer mal wieder an. Wir finden uns in der Wüste wieder. Die Straßen führen bis zum Horizont geradeaus und wir sehen nur sehr selten ein anderes Auto.

Nach einigen Meilen sehen wir die Beschriftung auf dem Asphalt: „Route 66“. Wie cool ist das denn? Also schnell angehalten und fotografiert. Die Landschaft ist sehr sehr beeindruckend.

Route 66

Sonnenuntergang im Cabrio

Tatsächlich gelingt es uns so viel Zeit zu vertrödeln, dass die Sonne langsam unter geht. Und so finden wir uns bei Sonnenuntergang im offenen Cabrio auf der Route 66 wieder und hören dabei sehr laut unsere lieblings-CD im Auto, welches auch einen Subwoofer eingebaut hat. Das ist ohne Zweifel die beste Erinnerung, die ich von diesem Urlaub mitnehme – bis jetzt.

Es ist schon lange dunkel als wir im Joshua Tree Nationalpark ankommen. Was wir hier zu sehen bekommen, hätten wir nie gedacht. Wir befinden uns weit ab von jeder Stadt, und das bedeutet, es ist dunkel. Sehr dunkel. Und deshalb wird ein atemberaubender Sternenhimmel sichtbar. Das solltet ihr euch auf jeden Fall mal selbst ansehen! Die entstandenen Fotos zeigen nur einen Bruchteil der mit dem Auge sichtbaren Sterne und trotzdem finde ich sie beeindruckend. Diese Aussicht teilt sich also zusammen mit dem Trip auf der Route 66 den ersten Platz der besten Erinnerungen. Leider haben wir nicht allzu viel Zeit, da wir heute ja noch nach L.A. fahren wollen.

Sternenhimmel im Joshua Tree National Park

Los Angeles

Die gefahrene Route unseres RoadtripsAm nächsten Morgen in L.A. bin ich froh meinen GPS-Logger dabei gehabt zu haben. Der hat nämlich nicht nur die Positionen der Fotos aufgezeichnet, sondern auch die ganze Route unseres Roadtrips und so können wir uns heute ansehen, wo wir lang gefahren sind, wo wir angehalten haben und natürlich auch wo unsere Fotos entstanden sind.

Strand von Santa MonicaFür heute und die nächsten Tage heißt es ausspannen und deshalb fahren wir erst mal zum Strand von Santa Monica und überlegen uns, was wir hier noch alles sehen möchten. Da wären die Hollywood Hills und das Hollywood Sign, der Walk Of Fame und Beverly Hills. Mehr eigentlich auch nicht, denn die Häuser irgendwelcher Stars interessieren uns recht wenig.

Santa Monica Pier

Die restliche Zeit wollen wir dazu nutzen am Strand auszuspannen. Santa Monica bietet sich dazu ganz gut an. Am Pier locken viele kleine Imbissstände und nahe dem Stand gibt es eine kleine Einkaufsstraße mit vielen Läden. Dabei kann man alle 25 Meter einem anderen Straßenmusiker zuhören.

Unser Hotel liegt leider in der Downtown. Warum leider? Nun ja, hier kann man das Armutsproblem von  Los Angeles sehr nahe miterleben. 

Downtown Burger 216 West 6th Street

Auch wenn die Polizei hier sehr präsent ist läuft man doch grade nachts mit einem mulmigen Gefühl durch die Straßen. Schwierig ist vor allem der Kontrast zwischen Arm und Reich, die hier aufeinander treffen. Auch wenn die Leute hier überhaupt nicht böse aussehen, und – im Gegenteil – sogar sehr sehr nett sind, bin ich doch ganz beruhigt, dass meine Sachen gegen Diebstahl versichert sind, und dass mein SunSniper Kameragurt ein Stahlseil eingenäht hat.

Downtown Burger 216 West 6th Street

Aber trotzdem hat unser Aufenthalt in  der Downtown etwas positives. Nicht weit von unserem Hotel entdecken wir bereits in den ersten Tagen ein typisch amerikanisches Diner. Dieses Restaurant wurde im Stil der 1950er Jahre eingerichtet und serviert sehr leckere und frische Burger und Sandwiches. Dazu gibt es Musik aus einer Jukebox. Nach einigen Besuchen werden wir hier quasi mit Namen begrüßt. Ja, wir sind hier sehr oft essen, auch, weil dieses Diner ein sehr gutes Frühstück und klassische Pancakes anbietet. Bei einem Aufenthalt in Downtown kann ich diese Burger Bar also nur empfehlen.

Nach zwei  Wochen endet unser Urlaub also nun ganz entspannt mit dem Fazit: Ich komme wieder! Ich möchte auf jeden Fall mal ein paar Wochen mit dem Zelt im Joshua Tree Nationalpark verbringen. Las Vegas wird mich auch wieder sehen. Vielleicht buche ich mich dann in das Luxor Hotel ein. Auch New York City war klasse. Hier gibt es noch jede Menge zu entdecken. Natürlich reichen drei Tage Aufenthalt nicht aus. Von allen drei Städten fand ich Las Vegas am schönsten.

Sonnenuntergang am Strand von Santa Monica

Fotografisches Fazit und Tipps

Die beiden wichtigsten Gadgets auf dieser Reise waren für mich das Gorillapod Focus und der GPS-Logger von Holux. Das Gorillapod ist ein super leichtes und trotzdem sehr flexibel einsetzbares Stativ, welches ich den ganzen Tag in meinem Rucksack mit mir herumtragen konnte. Ich würde aber empfehlen einen Kugelkopf darauf zu montieren. Der GPS-Logger ist super Praktisch. Ich kann nun nach meiner Reise nicht nur sehen wo welches Foto gemacht wurde, ich kann auch all meine Routen nachvollziehen. Besonders cool finde ich das im Bezug auf unseren Roadtrip mit dem Auto. Die Handhabung ist auch sehr einfach. Einschalten, starten und in die Tasche stecken. Abends die Daten am Computer auslesen und die Batterie wechseln.

Eine Versicherung der Ausrüstung halte ich ebenfalls für sehr wichtig. Im Normalfall deckt die Hausratversicherung den Diebstahl nämlich nicht ab, schon gar nicht, wenn man mit der Kamera draußen unterwegs ist. Ich war jedenfalls viel entspannter, gerade nachts in der Downtown von L.A. Im gleichen Atemzug möchte ich da auch die Sun-Sniper Kameragurte erwähnen. In diese Gurte ist ein Stahlseil eingenäht. Diebe haben es also nicht so leicht. Ich hatte gleich zwei der Gurte mit. Einen den „Pro II Steel and Bear“ und zum andern den „Back-pack-Strap“. Ich würde die Benutzung auf jeden Fall empfehlen, da die Gurte nicht am Hals getragen werden sondern über die Schulter. Das Gewicht der Kamera verteilt sich besser und der Gurt scheuert die Haut im Nacken nicht auf. An einem langen Tag in der Stadt ist das sehr angenehm.

Ein weiterer Tipp wäre die Benutzung von zwei Festplatten. Sichert eure Daten doppelt. Es gibt doch nichts schlimmeres als die schönen Urlaubserinnerungen zu verlieren, sei es durch Diebstahl, Brand oder einfach nur Defekt der Festplatte. Wir hatten unsere Daten stets auf zwei Festplatten, eine haben wir im Rucksack mitgenommen.

Zum Schluss noch ein Hotel-Tipp: Das Hard Rock Hotel in Las Vegas. Sehr große, saubere und luxuriös eingerichtete Zimmer, recht gute Lage (der Strip ist zu Fuß in unter 10 Minuten zu erreichen) und sehr gute Preise. Für Fans der Rockmusik gibt es hier außerdem sehr viel zu sehen. Im Casino hängen Gitarren, Equipment und berühmte Kostüme von bekannten Musikern und Bands, wie zum Beispiel den Beatles.

Ich hoffe euch hat mein Reisebericht gefallen und ich konnte euch Amerika bzw. die besuchten Städte etwas schmackhaft machen. Wenn ja, so würde ich mich über einen Klick auf den Like-Button und auch über das Teilen meiner Seite freuen. Lasst mal hören, ob euch Berichte wie dieser gefallen, und ob ich etwas besser machen könnte. Über Kritik freue ich mich in jedem Fall immer. Gerne könnt ihr mir diese in Kommentaren, per Mail, bei Facebook oder per Mail zukommen lassen :)

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10 Comments

  1. Antworten
    Melanie 9. November 2013

    Hast du dann eine Versicherung für die Ausrüstung abgeschlossen? Falls ja, welche? Habe in nächster Zeit ähnliches vor, wäre schön wenn da jemand Erfahrungswerte beisteuern könnte :)

    • Christian Verhoeven
      Antworten
      Christian Verhoeven 31. Dezember 2013

      Hallo Melanie,
      ja ich habe generell eine Versicherung für mein Equipment abgeschlossen. Ich muss sagen, dass mir das auch ein gutes Gefühl gegeben hat, gerade auf Reisen. Da ich meine Versicherung aber noch nie in Anspruch nehmen musste, kann ich keine Aussage über die Qualität der Versicherung machen. Leider zeigt sich ja dann erst, ob die Versicherung etwas taugt. Nur so viel: Mein Equipment ist bei einem der großen Versicherungen international auf Neuwert versichert. Abgedeckt sind auch Diebstahl/Raub, sowie Schäden durch falsche Bedienung. Das ganze hat natürlich seinen Preis, aber das ist es mir Wert.

      Ich hoffe ich konnte dir helfen!
      Gruß, Christian

  2. Antworten
    Mo 7. Mai 2013

    Vielen Dank ! welches Objektiv empfiehlst du, sich als erstes zu kaufen wenn man ähnliche Aufnahmen machen möchte?

    • Christian Verhoeven
      Antworten
      Christian Verhoeven 7. Mai 2013

      Das kommt ganz auf die Kamera an und würde in den Kommentaren hier zu weit führen. Du kannst mich aber gerne bei Facebook kontaktieren, dann helfe ich gerne weiter etwas Geeignetes zu finden. Leider kann ich deine E-Mail Adresse hier nicht sehen :(

  3. Antworten
    Mo 7. Mai 2013

    ja da habe ich mich etwas unbeholfen ausgedrückt. ich meine die detailfülle und schärfe in den Bildern, die nach werbefotografie aussieht und eben das Motiv dadurch sehr plastisch erscheinen lässt. besonders denke ich an das Bild vom Top of the Rock aus.

    • Christian Verhoeven
      Antworten
      Christian Verhoeven 7. Mai 2013

      Generell versuche ich immer eine möglichst kurze Belichtungszeit zu wählen, auch wenn das bedeutet, dass ich die ISO-Empfindlichkeit sehr hoch einstellen muss.
      Bei dem Bild vom Empire State Building (von Top Of The Rocks aus entstanden) ist es wohl eine Mischung aus Stativ und Lichteinfall. Die Sonne ging rechts außerhalb des Bildes unter. Das sorgt für diesen dreidimensionalen und plastischen Look, da immer nur eine Seite der Gebäude beleuchtet wird. Der Effekt wird dadurch verstärkt, dass in New York nahezu alle Straßen parallel verlaufen und auch die Häuser parallel stehen. Ziemlich tricky ;)

  4. Antworten
    Mo 6. Mai 2013

    Spätestens ab der Cabrio-Sequenz beginnt man zu träumen. Wirklich stark Christian, die Bilder würde ich mir am liebsten aufhängen ;-) Super sind auch deine Tipps für uns Nachahmer! Wie garantierst du diese plastische Schärfe in jedem Bild?

    • Christian Verhoeven
      Antworten
      Christian Verhoeven 7. Mai 2013

      Danke Mo!
      Freut mich wenn meine Tipps weiterhelfen können :)
      Leider weiß ich nicht genau was du mit „plastischer Schärfe“ meinst. Wenn du es genauer beschreist, kann ich vielleicht helfen.
      P.S.: Falls du einen Trip planst wäre ich an entsprechenden Fotos interessiert! :)

  5. Antworten
    Simon 25. April 2013

    Sehr interessanter Bericht und richtig schicke Fotos!

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