Warum ich das DNG-Format verwende

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Dateiformate für Bilder gibt es nun wirklich sehr viele. Aber eines halte ich für besonders wichtig – das DNG-Format. Aber wieso nutze ich nicht einfach das RAW-Format, so, wie es aus meiner Kamera kommt? DNG steht für Digital Negative. Es ist das Adobe eigene Rohdatenformat, und es hat aus meiner Sicht viele Vorteile gegenüber der irre großen NEF-Dateien, die aus meiner Nikon kommen.

1. Dateien im DNG-Format sind wesentlich kleiner

Zumindest im Vergleich zum Nikon NEF-Format. Zwei Beispiele:

  • Wenn ich eine Veranstaltung fotografiere, stelle ich meine Kamera oft auf 12 Bit RAW-Daten ein. 905 Fotos belegen als NEF-Dateien 27,8 GB Speicherplatz. Ins DNG-Format konvertiert werden nur noch 23,0 GB belegt. Eine Reduktion auf 82,7 Prozent. Das ist schon recht viel!
  • Größer wird der Unterschied, wenn die Kamera noch größere Daten aufnimmt. Auf meiner Reise hatte ich meine Kameras (Nikon D7000 und Nikon D800) auf 14 Bit RAW-Daten eingestellt. Ein Vergleich von 661 Bildern zeigt: Als NEF-Datei werden ca. 31,4 GB auf der Festplatte belegt. Als DNG-Dateien sind es hingegen nur 16,3 GB. Hier werden also ganze 48,1 % Speicherplatz gespart.

Dabei kann man sich schnell mal Fragen, ob hier nicht auch Informationen verloren gehen. Ich sehe da keinen Unterschied! Ich habe die Vermutung, dass das Nikon Dateiformat einfach wahnsinnig ineffizient ist. Wer tiefer in diese Vergleiche eintauchen möchte, dem empfehle ich diesen Beitrag von Gunther Wegener.
Aber warum sollen die Dateien für mich möglichst klein sein? Nun ja, für das Speichern und Archivieren auf großen Festplatten mag das vielleicht egal sein. Ich sichere meine Foto aber eben auch zusätzlich in einer Cloud. Auch wenn das Internet immer schneller wird, bei einer solchen Datenmenge kommt kaum eine Internetleitung hinterher. Das DNG-Format spart also auch eine Menge Zeit ein.

2. Informationen über die Bearbeitung werden in der Datei gespeichert

Ich bearbeite meine Fotos in Lightroom. Um ein bearbeitetes Foto anzuzeigen oder auszugeben werden zwei Dinge benötigt. Zum einen die Rohdatei und zum anderen die Informationen darüber, wie diese Rohdatei bearbeitet wurde. Diese Informationen werden normalerweise getrennt von der Rohdatei in einer Katalogdatei oder in einer sogenannten Sidecar Datei gespeichert.
Das DNG-Format bietet mir die Möglichkeit diese Informationen in der Rohdatei abzulegen. Das hat einen enormen Vorteil. Sollte die Katalogdatei mal beschädigt werden, oder mein Computer einen Defekt haben, so liegen Foto und passende Bearbeitung zusammen abgespeichert auf der externen Festplatte vor. Ich kann also an einem anderen Computer einfach weiterarbeiten. Das gleiche gilt für mein Cloud Backup.

3. DNG ist ein offener Standard

So wird es zumindest von Adobe genannt. Das Format soll garantieren, dass im DNG-Format gespeicherte Fotos auch auch nach vielen Jahren zugänglich sind. In wie weit das zutrifft weiß heute natürlich niemand. Da Adobe aber seit Jahren führend in der Bildbearbeitung ist (Lightroom, Photoshop etc.), ist es sehr wahrscheinlich, dass Fotos in diesem Dateiformat sicher archiviert werden können.

Und ist das nicht viel aufwendiger?

Nein, denn Lightroom ist in der Lage die Fotos schon beim Import automatisch zu konvertieren. Der Importvorgang dauert zwar deutlich länger, aber die genannten Vorteile überwiegen für mich!

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